ISIN ist eine bekannte Abkürzung aus den Finanzmärkten und steht für International Securities Identification Number. Im Deutschen wird sie in der Regel internationale Wertpapieridentifikationsnummer genannt. Die ISIN-Nummer wurde eingeführt, um die Kennzeichnung von Wertpapieren weltweit zu vereinheitlichen. Bisher wurde die Wertpapieridentifikationsnummer in vielen Ländern eingeführt und es entscheiden sich jährlich immer mehr Länder für die einheitliche Kennzeichnung. In Deutschland wurde die ISIN im Jahr 2000 eingeführt.
Die meisten Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden, müssen eine ISIN aufweisen. Die ISIN-Nummer besteht aus einer Kombination aus 12 Buchstaben und Zahlen. Die Struktur der ISIN ist in der ISO 6166 definiert. Auch wenn die lange Nummer auf den ersten Blick sehr komplex aussieht, ist sie mit etwas Übung kinderleicht zu entziffern. Die Zahlenreihenfolge von links nach rechts beinhaltet folgende Informationen:
Beispiel ISIN-Nummer:
Im Folgenden ein Beispiel der ISIN-Nummer der VW-Aktie:
Wenn Anleger sich mit dem Wertpapiergeschäft beschäftigen, begegnet ihnen neben der ISIN auch die WKN. Bevor die ISIN im Jahr 2003 eingeführt wurde, gab es in Deutschland die WKN (Wertpapierkennnummer). Die WKN ist eine sechs-stellige Nummer, die ebenfalls die Aufgabe der Identifikation hat. Mit der Einführung der ISIN wurde die WKN jedoch nicht aufgegeben und wird weiterhin im deutschen Wertpapiergeschäft von einigen Portalen verwendet. Es gibt sogar deutsche Systeme, die lediglich die WKN verwenden. Die WKN ist somit die deutsche Wertpapierkennnummer und die ISIN die internationale Wertpapieridentifikationsnummer
Genauer gesagt, versteckt sich die WKN sogar in der ISIN. Am obigen Beispiel ist die WKN in den Ziffern der NSIN enthalten (rot markiert). Die WKN der VW-Aktie lautet somit: 766403.
Bitte beachten Sie den Disclaimer und dass dieses Finanzlexikon auf keinen Fall das Gespräch mit einem qualifizierten Finanz-/ Anlageberater ersetzen kann!