Was ist ein Spread? Die Übersetzung von Spread lautet „Spanne“ oder auch „Streuung“. Auf dem Finanzmarkt kommt ein Spread, auch Geld-Brief-Spanne genannt, durch die Abweichung von zwei Preisen zustande. Genauer definiert durch die Differenz des besten Kaufkurses (Bid) und Verkaufskurses (Ask) eines Wertpapiers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Der Spread wird üblicherweise in Prozent ausgedrückt.
Der Spread zählt zu den Transaktionskosten, die für den Anleger bei einem Kauf und Verkauf anfallen. Mit dem Spread kann außerdem die Effizienz des Geld- und Kapitalmarktes bewertet werden. Je enger der Spread, desto geringer die versteckten Kosten.
Berechnet wird der Spread ganz einfach:
Spread = Kaufkurs (Briefkurs) – Verkaufskurs (Geldkurs)
Der Spread ist eine variable Größe und bleibt somit nicht gleich. Je häufiger ein Wertpapier gehandelt wird, desto kleiner wird der Spread. Das ist auch der Grund, warum die Aktien von großen Unternehmen in der Regel einen kleineren Spread haben als die Aktien von kleinen Unternehmen.
Weitere Einflussfaktoren des Spreads
Da der Spread beim Anleger Transaktionskosten verursacht, gilt es den Spread möglichst gering zu halten. Je enger die Geld-Brief-Spanne, desto niedriger fallen die Transaktionskosten für den Anleger aus. Wenn Anleger die wichtigsten Einflussfaktoren des Spreads beachten, in dem sie sich für gute Broker entscheiden und zu den offiziellen Handelszeiten der Börse handeln, können sie den Spread reduzieren. Keinen Einfluss haben Anleger hingegen auf Wirtschaftsereignisse und Umwelteinflüsse, welche sich ebenfalls auf den Spread auswirken.
Bitte beachten Sie den Disclaimer und dass dieses Finanzlexikon auf keinen Fall das Gespräch mit einem qualifizierten Finanz-/ Anlageberater ersetzen kann!